SCSM – Kleine Nachlese zur Experts Live 2017

Vom 23.08. bis zum 25.08. fand in Berlin die Experts Live 2017 statt (früher „System Center Universe“). Auch wenn sich der Themen-Schwerpunkt der Veranstaltung deutlich Richtung Cloud und Cloud-basierte Dienste verschoben hat, gab es doch einige Sessions, die sich mit On-Prem-Technologien und darunter auch mit dem System Center Service Manager beschäftigt haben.

Cireson und itnetX haben z.B. ihre neuen Produkte bzw. Produkt-Erweiterungen vorgestellt: Speziell die Portal-Lösungen beider Anbieter werden „schlauer“ und setzen sich so mit ihrem jeweiligen Mehrwert deutlich gegenüber dem Out-of-the-Box-Portal von SCSM ab. Die flexibleren Möglichkeiten zur dynamischen Interaktion mit dem Benutzer, während dieser ein Request-Formular ausfüllt, sind ein wichtiges Funktions-Plus.

itnetX hat in diesem Zusammenhang gezeigt, dass es möglich ist, ein Online-Payment-System in das Portal und die bereitgestellten Service-Angebote zu integrieren! Damit lässt sich dann sogar ein kleineres Shop-System mit dem Self Service Portal realisieren. Auch wenn in diesem Fall einiges an Aufwand betrieben werden muss, zeigt es doch, wie weit die Anpassbarkeit moderner Portallösungen für SCSM getrieben werden kann.

In einem Vortag von Jonas Feller und Stefan Roth wurde ein umfangreiches Projekt vorgestellt, in dessen Rahmen ein Request-getriebenes Management einer On-Prem IT-Infrastruktur auf Basis von SCSM, Self Service Portal und Automatisierungs-Komponenten, wie SMA und Powershell, umgesetzt wurde. Ein schönes Beispiel dafür, dass auch komplexe Szenarien mit SCSM praktisch und produktiv realisiert werden können.

Die Brücke zum Übergang von einer On-Prem-Automation mit Orchestrator hinüber in die Cloud mit Azure Automation wurde in einem Vortrag von Anders Bengtsson gezeigt. Dabei sind jedoch einige Hürden zu überwinden! Zwar fallen Orchestrator-spezifische Beschränkungen, wie eine mangelnde Unterstützung von Parallelisierung oder die Beschränkung auf 32-Bit-Infrastruktur weg, dafür kann das grafische Interface von Azure, als Überbau über der zugrundeliegende Powershell/Workflow-Architektur im Vergleich zum Orchestrator-Designer nicht wirklich überzeugen.

Eine 1:1-Konversion bestehender Orchestrator-Runbooks nach Azure, auch mit Tool-Unterstützung, scheint nach wie vor nicht befriedigend gelöst zu sein: Zu viel Handarbeit, die umfangreich nötigen Nacharbeiten und Nachkontrollen sowie der Mangel an Azure-tauglichen Ersatz-Komponenten für Orchestrator-IPs von Dritt-Anbietern, werden vermutlich dafür sorgen, dass man Runbooks in Azure lieber gleich neu entwickelt, als zu versuchen, diese aus dem Orchestrator heraus mühsam in die die Cloud zu konvertieren.

Kelverion bietet hier zumindest eine eigene Runbook-Designer-Lösung an, das „Runbook Studio for Azure Automation“, um den grafischen Komfort des Orchestrators auch für Azure bereitzustellen und damit den Umstieg in die neue Welt zu erleichtern.

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